Macht und Gewalt
Gewalt und Mobbing
Es wird immer auch eine rationale Begründung für den Einsatz von Gewalt
gefunden. Oft liefern gefühlte Bedrohungen die Legitimation für den
Beginn einer Gewaltspirale.
Mobbing beschreibt
einen komplexen psychosozialen Prozess
in dem ein Mensch
systematisch, über einen längeren Zeitraum, gezielt,
insbesonders psychischer Gewaltanwendung
ausgesetzt ist.
Während in einigen wenigen Fällen
der Eigenanteil zu Beginn des Mobbing-Prozesses
beim zukünftig Betroffenen nicht unerheblich sein kann,
entwickeln sich diese Prozesse überwiegend
innerhalb von Rahmenbedingungen
mit einem vielfältigen Ursachen-
und Folgenbündel.
Ebenso kann auch solch ein Prozess in Ausnahmefällen
das Ziel verfolgen
einen Menschen mit psychischer Gewaltanwendung
endgültig "zu erledigen"!
So bewegt sich die Begrifflichkeit Mobbing in der Praxis
zwischen den Eckpunkten:
Entgleisung von Konflikten / Unfallcharackter
und im Einzellfall Ruf-Mord!

Nach wie vor erkranken ca. 10% der Betroffenen ernsthaft.
Jeder sechste Suizid hat einen Mobbing-Hintergrund.
Mobbing wird von der Mehrheit der Bevölkerung
nicht nur aus ethischen Gründen abgelehnt.
Mobbing ist ein enomer betriebs- und volkswirtschaftlicher
Kostenfaktor.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet
verbietet es sich grundsätzlich Betroffenen und Beteiligten
einfache Lösungsmuster / Rezepte anzubieten
obwohl der Hunger danach
verständlich ist.
Lothar Drat
27.04.2010
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